Spielbericht: Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Genau eine Woche hat er gedauert, der Kaiserslauterer Ausflug an die Tabellenspitze in Liga zwei. Nach der absolut vermeidbaren 2:3-Klatsche in Dresden befinden sich die Roten Teufel nun wieder auf Rang drei – die erste Niederlage unter Coach Kosta Runjaic holt den FCK und alle seine Anhänger schmerzhaft zurück auf den Boden der Tatsachen.

Zwischen den beiden Spielen gegen Union Berlin (Liga und Pokal) musste der FCK am Samstagmittag zu Dynamo Dresden – nie eine ganz einfache Aufgabe. Im Vergleich zur letzten Begegnung rutschte Marcel Gaus wieder zurück in die Startelf, acht-Tore-Mann Simon Zoller durfte nur zuschauen. In der Spitze agierten wie gegen Berlin Mo Idrissou und Olivier Occéan. Doch schon von Beginn an war klar, dass sie die Lauterer heute sehr schwer tun werden. Man vermisste die Konzentration im Spielaufbau, die gewohnte temporeiche Spielanlage der vergangenen Wochen. Zudem erwischten einige Akteure nicht ihren, nun ja, allerbesten Tag. Erfolgreich war der FCK entsprechend zunächst nur beim Sammeln von Gelben Karten.

Lediglich Gaus (29.) kam gefährlich vor das Gehäuse von Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten, sein Gegenüber Tobias Sippel hatte da schon mehr zu tun. Kurz vor der Pause standen dann beide Schlussmänner im Fokus: Nach FCK-Ecke leitete Kirsten schnell einen Konter ein, den Kempe aus abseitsverdächtiger Position zur Dresdner Führung abschloss (Basketballer würden wohl sagen „from Coast to Coast“). Doch der FCK kam noch vor der Pause zurück, zum vielzitierten „psychologisch günstigen Zeitpunkt“. Einen Freistoß von Chris Löwe ließ Kirsten nur abklatschen, Occéan war zur Stelle und traf zum 1:1 (45.).

Allerdings konnten die Lauterer den Schwung nicht in die zweite Hälfte retten; stattdessen bestimmten wieder die Gäste die Anfangsphase. Der FCK wurde in der Folge aber gefährlicher und ging durch Marcel Gaus sogar mit 2:1 in Führung (73.). Einen langen Ball legte Occéan ab für Sturmpartner Idrissou, dessen Schuss Kirsten noch parieren konnte. Bei Gaus‘ Nachsetzen war er dann aber chancenlos.

Wer dachte, der FCK würde nun die Kontrolle über das Geschehen übernehmen, sah sich jedoch getäuscht: Dresden steckte nicht auf und kam durch ein verfrühtes Kaiserslauterer Weihnachtsgeschenk von Sippel und Jan Simunek zum 2:2 (78.). Torschütze Ouali luchste den beiden FCKlern den Ball an, die es verpassten, das Leder einfach weit in die gegnerische Hälfte zu klären. Und es kam noch dicker, nur zwei Minuten später flog ein kurioser Schuss von Joker Dedic über den verdutzten Sippel hinweg ins Netz – 3:2. Kurz vor Ende setzte Idrissou, diesmal ganz schwach, einen Kopfball aus Nahdistanz drüber, so dass die Lauterer am Ende erstmals unter Runjaic den Platz als Verlierer verließen – und zwar als unnötiger!

Quelle: kicker.de

Ein Gedanke zu „Spielbericht: Zurück auf dem Boden der Tatsachen“

  1. Nicht wie im obigen Bericht als unnötiger Verlierer den Platz verlassen, sondern laut Kosta als „absolut unnötiger Verlierer“ gegangen!

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