Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf endet remis

Pünktlich wie die Maurer pfiff Wolfgang Stark das Spitzenspiel auf Deutschlands höchstem Fußballberg zwischen den Roten Teufel und der Fortuna aus Düsseldorf an. Schon vor der Saison ahnten viele, dass es hier und heute zu einem Duell um den Aufstieg kommen wird. Über 36.000 begeisterte Zuschauer sorgten schon vor Anpfiff für eine tolle Atmosphäre.

Coach Kosta musste auf den gesperrten Karl und den verletzten Lakic verzichten, auf der anderen Seite konnte Trainer Oliver Reck unter anderem nicht auf die Abwehrspieler Schmidtgal und Tah zurückgreifen. Während die Aufstellung der Roten Teufel ohne große Überraschungen blieb, musste man beim Blick ins Tor der Düsseldorfer doch staunen, dass der souverän spielende Michael Rensing nur auf der Bank Platz nehmen durfte.

Nach nur wenigen Sekunden ging es direkt los für Kaiserslautern: Düsseldorf verliert im Mittelfeld den Ball und auf einmal steht Gaus alleine vor dem Tor.  Leider ging der versuchte Lupfer direkt in die Arme des Torhüters, ein flacher Schuss wäre wohl die bessere Alternative gewesen. Und genauso ging es auch weiter: Bis zur zwölften Minute kam Hofmann zu mindestens 2 ½ Großchancen. Fortuna blieb bis dahin weit entfernt vom Sippelche.

Auch weiterhin übernahmen die Teufel das Spiel und Düsseldorf lief nur hinterher. Ein Höhepunkt der ersten Hälfte dann ein nicht gegebener Elfmeter: Hofmann nimmt vor dem Strafraum den Ball an und wird dann per Bodycheck an einer Torchance gehindert. Wolfgang Stark sah das allerdings nicht so. Im Anschluss noch ein ansehnlicher Freistoß Demirbays, den Unnerstall nur mit Mühe aus der linken Ecke kratzen kann.

Unschön wurde es dann kurz vor der Pause, als Kerem Demirbay sich bei einem Zweikampf mit Düsseldorfs Avevor schwer verletzte. Wir alle hoffen, dass er schnell wieder auf dem Rasen stehen wird.

Zusammenfassend konnte der 1.FCK die erste Halbzeit dominieren und ist seinem Ruf als Heimmacht gerecht geworden.

Für Demirbay kam Matmour ins Spiel und begann mit seinen Kameraden wieder sehr stark. Druckvolles Spiel und kaum Fehler zwangen Düsseldorf in die eigene Hälfte und verhalfen dem FCK zu großen Chancen. In der 57. fiel dann das ersehnte  Tor, Hofmann netzte per Kopf völlig freistehend ein; nur der Linienrichter sah als einziger eine Abseitsposition. Auch ein Blick auf die Torschussstatistik zeigt die Überlegenheit: Nach einer Stunde steht es dort zehn zu eins.

In der 67. Minute dann der nächste Schock: Nach einem unglücklichen Zweikampf muss Alexander Ring verletzungsbedingt das Feld auf der Trage verlassen und Sebastian Jacob übernimmt seine Position auf dem Feld. Und wäre das noch nicht schlimm genug, fällt zehn Minuten später aus heiterem Himmel der Führungstreffer für die Fortuna. Unnerstall haut den Ball blind nach vorne, Joel Pohjanpalo weiss bis jetzt nicht wie ihm geschieht und plötzlich läuft er von rechts in den Strafraum und schlenzt das Leder in die Linke Ecke. Sippel und der Rest des Stadions standen unter Schock.

Nachdem der glücklose Hofmann das Feld für den jungen Younes verlassen musste kam auch wieder etwas Kampfgeist zurück auf den grünen Rasen. Die Mannschaft arbeitet sich zurück und zeigte dem Trainer und den Fans, dass sie noch nicht aufgegeben haben. Hervorzuheben ist eine Chance aus der 89. Minute, als Matmour in aussichtsreicher Position nur wenige Meter vor dem Tor über die Latte köpft. Das Spiel schien verloren, die Köpfe gesenkt. Doch wer glaubt die Roten Teufel geben ein Spiel auf dem Betzenberg verloren, der irrt. Die Nachspielzeit begann und es ging nur noch auf das Tor der Düsseldorfer vor der Westtribüne. Das Stadion peitschte die Mannschaft nach vorne und der Pechvogel der ersten Minute wurde zum Helden des Tages. Marcel Gaus nutzt das Durcheinander in der Düsseldorfer Abwehr und schafft es irgendwie den Ball an Torwart Unnerstall vorbei ins Tor zu spitzeln. UNFASSBAR!!!! UNFASSBAR!!! Der Betze bebt und beinahe hätte Jacob in der 94. Minute mit einem schönen Fallrückzieher für den Sieg gesorgt.

Nach Spielende können beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden sein. Oliver Reck sah den Ausgleich als nicht unverdient an, Runjaic war etwas enttäuschter über den verpassten Dreier. Zu hoffen ist, dass Demirbay und Ring schnell wieder gesund werden und die Mannschaft mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung für das Spiel gegen Greuther Fürth geht.

 

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